Depression als Zeichen einer nicht behandelten Erektionsstörung?

90% der Erektionsstörungen haben organische und keine psychischen Ursachen

Noch vor 25 Jahren wurde eine Erektionsstörung mit einer Depression argumentiert. Es wurde nachgesehen, ob der betroffene Mann mit seinem Leben unglücklich war. Heute ist die Wissenschaft viel weiter. Es ist nachweisbar, dass mehr als 90% diagnostizierter Erektionsstörungen eine organische Ursache besitzen. Damit können erektile Dysfunktionen leicht und direkt behandelt und im besten Fall behoben werden.

Veränderungen am Penis im Laufe des Älterwerdens

Das Alter bringt Veränderungen mit sich. Diese zeigen sich am deutlichsten in den Körperfunktionen. Je älter man ist, desto mehr spiegelt sich wieder, wie der Körper im Laufe der Zeit von einem selbst behandelt wurde. Ausgenommen sind hier genetisch bedingte Veränderungen. Der Penis stellt dabei eines der Körperteile dar, an denen die Gesundheit des Mannes abgeleitet werden kann. Je ungesünder der Lebensstil bisher war, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für eine Erektionsstörung. Bereits an dieser Stelle wird deutlich, dass eine Erektionsstörung nichts oder nur wenig etwas mit der Gesundheit der männlichen Psyche zu tun hat.

Versagensängste und vermindertes Selbstwertgefühl

Wann ist ein Mann ein Mann? Diese Frage wurde von Herbert Grönemeyer gestellt und passt genau zum Thema der erektilen Dysfunktion. Sobald die Fähigkeit eine Erektion zu bekommen ausbleibt oder gemindert ist, fühlen sich Männer nicht mehr als ganzer Mann. Lustlosigkeit bei allem, was im Alltag ansteht, sind mögliche Folgen. Sobald es mit der Potenz wieder aufwärtsgeht oder eine sprunghafte Erektionsphase eintritt, bekommen betroffene Männer wieder mehr Selbstwert. Wichtig ist es, sich der Problematik anzunehmen und nicht immer tiefer in das sinkende Selbstwertgefühl zu tauchen. Liegen organische Gründe vor, bieten sich mittlerweile unterschiedliche Möglichkeiten, um der Erektionsstörung aktiv entgegenzuwirken.

Der Einsatz einer Penispumpe oder eines implantierten Schwellkörpers

Von medizinischer Seite hat sich viel getan. Neben der Einnahme von lokal einsetzenden Wirkstoffen Vardenafil, Sildenafil oder Tadalafil besteht die Möglichkeit eine Penispumpe zu verwenden. Hierbei handelt es sich um eine mechanische Unterstützung, um die Erektion gezielt zu fördern. Eine weitere Möglichkeit zur Reaktivierung der Erektionsfähigkeit findet sich in der SKAT, der Schwellkörper-Injektionstherapie. Bei dieser Therapieform kommt Prostaglandin E1 zum Einsatz. Der Botenstoff wirkt lokal und wirkt gefäßerweiternd. Damit wird einer möglichen Gefäßverengung im Penis entgegengewirkt. Sollte dies keine Wirkung zeigen, besteht als eine der letzten Möglichkeiten das Einsetzen eines künstlichen Schwellkörpers. Je nach Bedarf füllt sich der Schwellkörper mit Flüssigkeit, die sich in einem implantierten Gefäß unter der Bauchdecke befindet. Auf diese Weise kann eine stabile Erektion herbeigeführt werden.

Gründe für eine erektile Dysfunktion so vielseitig, wie das Leben

Was genau hinter der eigenen Erektionsstörung steckt, muss von einem Facharzt herausgefunden werden. Der Weg zum Urologen ist damit unvermeidlich. Da immer mehr Männer an Erektionsstörungen leiden, stellt der Gang zum Urologen eigentlich kein Dilemma dar. Vielmehr ist es das Vermeiden oder das Verschweigen des Problems, das es immer größer werden lässt. Leider gehen noch immer viele Männer zu spät zum Arzt und haben bis dahin psychische Probleme dazubekommen. Wer sich frühzeitig dem Thema annimmt und zur eigenen erektilen Dysfunktion steht, wird diese schneller in den Griff bekommen können. Gesprächstherapien und Coaching bieten weitere Möglichkeiten, um sich dem Thema der Erektionsstörung aktiv zu stellen.

Quellen:

Focus Online (2018): Die wichtigsten Hilfen gegen Erektionsprobleme. Online verfügbar unter: https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/maenner/news/tid-25220/erektionsstoerungen-die-11-haeufigsten-ursachen-die-wichtigsten-hilfen-gegen-erektionsprobleme_aid_721908.html, zuletzt geprüft am 26.04.2018.

Männergesundheit (2018): Ursachen Erektile Dysfunktion (Erektionsstörungen). Online verfügbar unter: https://www.maennergesundheit.info/erektionsstoerungen/ursachen.html, zuletzt geprüft am 26.04.2018.

Sommer, F. (2014): Was gegen Erektions- Störungen wirklich hilft. Online verfügbar unter: https://www.focus.de/gesundheit/experten/sommer/potenzprobleme-richtig-behandeln-was-gegen-erektionsstoerungen-hilft_id_3554485.html, zuletzt geprüft am 26.04.2018.

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